Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung endet zum 30.5.2022

Im Rahmen der COVID-Pandemie war es bisher möglich, Erkältungskrankheiten mit und ohne COVID-Nachweis telefonisch zu klären und entsprechende Krankmeldungen per Post zu übermitteln.

Diese Möglichkeit gibt es ab 1.6.2022 leider nicht mehr.

Patienten mit Erkältungen, grippalen Infekten und/oder COVID-Erkrankungen müssen deshalb zwingend in der Sprechstunde vorstellig werden.

Um das Infektionsrisiko für andere Patienten dabei möglichst zu minimieren, bitten wir Sie daher, nicht spontan in die Sprechstunde zu kommen, sondern vorab einen Termin für unsere Infektsprechstunde am späten Nachmittag auszumachen. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 06021-12071.

Der Booster-Boost: die 4. Impfung

Es gibt seit heute offizielle Empfehlungen zur zweiten COVID-Auffrischimpfung.

Quelle: https://www.kbv.de/html/1150_56946.php

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Veröffentlichung der KBV vom 15.2.2022 – Originaltext

Zweite Auffrischimpfung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt nach abgeschlossener COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgter erster Auffrischimpfung eine zweite Auffrischimpfung für die folgenden Personengruppen:

Frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung:

  • Personen ab 70 Jahren
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Personen mit Immundefizienz ab dem Alter von fünf Jahren

Frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung (in begründeten Fällen auch bereits nach frühestens drei Monaten):

  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt mit den Patienten bzw. Bewohnern

Impfung mit einem mRNA-Impfstoff

Die STIKO empfiehlt, für die Durchführung der zweiten Auffrischimpfung in der Regel einen mRNA-Impfstoff zu verwenden. Vorzugsweise soll es der mRNA-Impfstoff sein, der bei der Grundimmunisierung beziehungsweise der ersten Auffrischimpfung zur Anwendung kam. Es gelten die bisherigen altersspezifischen Empfehlungen zur Anwendung von Comirnaty und Spikevax. Immundefiziente Menschen ab einem Alter von 30 Jahren sollen bei der Verwendung von Spikevax eine Dosis Spikevax zu 0,5 ml (100 Mikrogramm) erhalten.

Keine weitere Auffrischimpfung für Genesene  

Personen der oben aufgeführten Gruppen, die nach erfolgter COVID-19-Grundimmunisierung und erster Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine weitere Impfung empfohlen.

Vorwiegend Moderna statt Biontech

Anders als bisher verlautet sind die Zuteilungen des Biontech-Impfstoffs Comirnaty® an Arztpraxen aktuell massiv heruntergefahren worden.

Für kommende Woche bekommen wir gerade noch ein Viertel der Menge, die wir bestellt haben, und das müssen wir für unter 30-Jährige reservieren. Das betrifft nicht nur uns, sondern alle Praxen in Deutschland.

Wir werden daher in Zukunft je nach Verfügbarkeit in erster Linie den mRNA-Impfstoff Spikevax® der Firma Moderna geliefert bekommen.

Wir wissen, dass es dabei einige Vorbehalte gibt, die Datenlage ist aber für Moderna eher noch besser als für Biontech, insofern gibt es keinen Grund, dazu Nein zu sagen.

 

Warum sind Impfungen gegen COVID 19 wichtig?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: nicht die Infektion ist das Problem, sondern die Krankheit.

Sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte können sich infizieren. Aber Geimpfte erkranken – wenn überhaupt – nur leicht, während ungeimpfte Menschen mit einer COVID19-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit schwer bis schwerstgradig erkranken.

Die Impfung schützt nicht unbedingt vor der Infektion, aber vor schwerer Krankheit. Jede/r Geimpfte ist ein/e potentiell schwerkranke/r Patient/in weniger. Und je mehr Menschen geschützt sind, desto schneller bekommen wir Corona in den Griff.

Es gibt keinen Grund, sich nicht impfen zu lassen.

 

 

 

 

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – Update

Offiziell müssen seit 1. Oktober Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch an die Krankenkasse verschickt werden.

Das funktioniert aber noch nicht, weder bei uns, noch sonst wo. Sie müssen es auch weiterhin die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse einreichen, um zu vermeiden, dass Verluste bei den Krankengeldzahlungen entstehen.

Andere Impfungen nicht vergessen

Corona ist überall das Thema Nummer 1 – aber daneben gibt es durchaus auch noch andere relevante Gesundheitsaspekte. Unter anderem auch wichtige Impfungen gegen andere Erkrankungen.

Gehen Sie mit uns zusammen Ihren Impfpass durch und helfen Sie uns, Ihren Impfschutz aktuell zu halten.

Elektronische Patientenakte (ePA)

Die ePA (elektronische Patientenakte) kommt. Auch unsere Praxis kommt nicht daran vorbei. Die offizielle Werbetrommel zum Thema verschweigt jedoch viele damit verbundene Probleme.

Wir haben uns schon früher sehr eindeutig dazu geäussert (hier, hier und hier nachzulesen).  Wir sehen uns mehr denn je in der Verantwortung, unsere Patient*innen darüber aufzuklären, dass die ePA als patientengeführte Akte definitiv nicht unter dem Schutz der ärztlichen Schweigepflicht steht.

Die ärztliche Schweigepflicht gilt grundsätzlich uneingeschränkt für alle Daten, die sich in ärztlicher Obhut befinden, ob schriftlich auf Papier oder elektronischer Form. Alle Daten, die dagegen auf Wunsch von Patient*innen die ärztliche Obhut verlassen, ob auf Papier oder in elektronischer Form, verlieren den Schutz der ärztlichen Schweigepflicht.

Es gab inzwischen weltweit viele Hackerangriffe gegen Datenbanken mit Gesundheitsdaten.  Machen Sie sich bitte bewusst, dass Ihre Gesundheitsdaten eine Menge Geld wert sind – für Versicherungen, Pharma- und Werbeindustrie. Die ePA wird auf zentralen Servern geführt, von denen wir weder die Betreiber noch die Standorte kennen. Sicherheitsmassnahmen können wir nicht beeinflussen.

Wir bitten Sie, dies zu bedenken, wenn Sie Ihre Gesundheitsdaten der ePA anvertrauen wollen.

Weitere Informationen zum Thema: