Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung endet zum 30.5.2022

Im Rahmen der COVID-Pandemie war es bisher möglich, Erkältungskrankheiten mit und ohne COVID-Nachweis telefonisch zu klären und entsprechende Krankmeldungen per Post zu übermitteln.

Diese Möglichkeit gibt es ab 1.6.2022 leider nicht mehr.

Patienten mit Erkältungen, grippalen Infekten und/oder COVID-Erkrankungen müssen deshalb zwingend in der Sprechstunde vorstellig werden.

Um das Infektionsrisiko für andere Patienten dabei möglichst zu minimieren, bitten wir Sie daher, nicht spontan in die Sprechstunde zu kommen, sondern vorab einen Termin für unsere Infektsprechstunde am späten Nachmittag auszumachen. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 06021-12071.

Vorwiegend Moderna statt Biontech

Anders als bisher verlautet sind die Zuteilungen des Biontech-Impfstoffs Comirnaty® an Arztpraxen aktuell massiv heruntergefahren worden.

Für kommende Woche bekommen wir gerade noch ein Viertel der Menge, die wir bestellt haben, und das müssen wir für unter 30-Jährige reservieren. Das betrifft nicht nur uns, sondern alle Praxen in Deutschland.

Wir werden daher in Zukunft je nach Verfügbarkeit in erster Linie den mRNA-Impfstoff Spikevax® der Firma Moderna geliefert bekommen.

Wir wissen, dass es dabei einige Vorbehalte gibt, die Datenlage ist aber für Moderna eher noch besser als für Biontech, insofern gibt es keinen Grund, dazu Nein zu sagen.

 

Warum sind Impfungen gegen COVID 19 wichtig?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: nicht die Infektion ist das Problem, sondern die Krankheit.

Sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte können sich infizieren. Aber Geimpfte erkranken – wenn überhaupt – nur leicht, während ungeimpfte Menschen mit einer COVID19-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit schwer bis schwerstgradig erkranken.

Die Impfung schützt nicht unbedingt vor der Infektion, aber vor schwerer Krankheit. Jede/r Geimpfte ist ein/e potentiell schwerkranke/r Patient/in weniger. Und je mehr Menschen geschützt sind, desto schneller bekommen wir Corona in den Griff.

Es gibt keinen Grund, sich nicht impfen zu lassen.

 

 

 

 

Wichtige Information zu COVID-19-Antikörper-Tests

Die derzeit verfügbaren Antikörpertests erlauben keine Aussage zu Immunität ggb. SARS-CoV-2-Viren.

Wichtig: ein positives Testergebnis ist in jedem Fall meldepflichtig und gilt als COVID-19-Verdachtsfall. Das Gesundheitsamt muss in diesen Fällen eine Quarantäne verhängen.

Wenn auf Wunsch dennoch Antikörpertests durchgeführt werden, dann muss das Blut auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht werden. IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.

Eine Testung ohne direkten Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik wird von der Krankenversicherung nicht übernommen.

Quelle: https://www.kbv.de/html/coronavirus.php

Ein Gesichtsvisier / Face-Shield ist kein Maskenersatz

Ein Gesichtsvisier bzw. Face Shield dient ausschließlich dazu, den Träger vor Augeninfektionen durch wie auch immer geartete Tröpfchen zu schützen. Er bietet aber keinen Schutz vor über Mund oder Nase ein- oder ausgeatmeten Tröpfchen oder Aerosolen. Genau das ist aber der Sinn einer Mund-Nasenmaske, die in erster Linie dazu dient, andere zu schützen, indem das Verteilen eigener potentiell infektiöser Tröpfchen vermieden werden soll. Unter einem Visier bzw Face Shield verteilen sich die Tröpfchen jedoch munter weiter. Ein Face Shield macht nur Sinn in Hochrisikoumgebungen, beispielsweise einer Intensivstation oder einer Fieberambulanz. Und dann auch nur zusätzlich zu einer Schutzmaske.

Deshalb sind solche Visiere als Ersatz für Mund-Nasenmasken nicht tauglich. Wir bitten deshalb um Verständnis, wenn wir Ihnen keinen Zutritt zu unseren Praxisräumen erlauben können, wenn Sie nur ein solches Visier ohne Maske tragen.

Hier ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks zum Thema:

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/schutz-vor-dem-coronavirus-was-bringen-gesichtsvisiere,S0xRutG

 

Handschuhe und Mundschutz dauerhaft tragen? Nicht gut

Viele Menschen tragen derzeit dauerhaft Mundschutz und Handschuhe.  Das ist beides nicht sinnvoll.

Thema Mundschutz: in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben, ebenso in den meisten Arztpraxen. Sinn ist es, die bei Ihrer eigenen Atmung entstehenden Tröpfchenwolken an der Ausbreitung zu hindern und so das Ansteckungsrisiko für andere Menschen zu minimieren.

Je feuchter der Mundschutz ist, desto schlechter ist die Wirkung, und je länger Sie den Mundschutz tragen, desto feuchter wird er, egal ob aus Stoff , Vlies oder Papier, egal ob MNS oder FFP-Maske. Deshalb sollte der Schutz nur dann getragen werden, wenn es tatsächlich Sinn macht. Auf der Straße, am Steuer im eigenen PKW oder auf dem Fahrrad ist das definitiv nicht sinnvoll und trägt lediglich zu der oben beschriebenen Verschlechterung der Wirkung bei.

Thema Handschuhe: Gummi-, Latex- oder  sonstige Einmalhandschuhe sind ausschließlich für Prozeduren gedacht, bei denen ein erhöhtes Kontaminationsrisiko mit Schadstoffen, hygienisch problematischen Substanzen oder potentiell infektiösen Stoffen besteht. Das betrifft in erster Linie medizinische und einige andere Berufe, aber keineswegs den Alltag. Die Handschuhe sind Einmalartikel, und das nicht ohne Grund. Das Material wird schnell porös und undicht, unter dem Handschuh bildet sich rasch ein feuchtes Biotop, in dem sich alle möglichen Keime rasend schnell vermehren. Sie wollen nicht wirklich wissen, was da alles auf Ihrer Haut unter dem Gummihandschuh kreucht und fleucht. Ohne gründliche Desinfektion vor und nach Anziehen der Handschuhe geht gar nichts, und während des Tragens richtet man eher Schaden an als Nutzen. Also lassen Sie es bitte bleiben.