COVID-Impfungen in unserer Praxis

Im Folgenden einige wichtige Informationen zum Thema Impfungen gegen COVID:

 


Wichtig: bitte beachten Sie die hier aufgeführten Vorgaben


Terminvergabe

Wir gehen unsere Patientenlisten nach Alter und Risikoprofil durch und bieten Ihnen einen Termin für die Impfung an. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Impfungen derzeit nur teilweise im Rahmen der normalen Sprechstunde durchführen können. Es ist durchaus sinnvoll, sich sowohl beim Impfzentrum als auch bei uns in der Praxis zu registrieren; dort, wo es schneller geht, werden Sie dann geimpft. Bitte beachten Sie, dass eine Impfserie dort komplettiert werden muss, wo sie begonnen worden ist.

Aufklärung und Einwilligung

Wichtig: bitte lesen und unterschreiben Sie die Unterlagen für die Einwilligung bereits vor dem Impftermin, damit die Impfung in der Praxis zügig ablaufen kann.

Wir können nicht im Voraus sagen, welchen Impfstoff wir geliefert bekommen, deshalb beachten Sie bitte, dass es unterschiedliche Aufklärungsdokumente für Vektorimpfstoffe wie beispielsweise AstraZeneca oder mRNA-Impfstoffe wie Biontech oder Moderna gibt.

Die Unterlagen sind hier verfügbar:

Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoff gegen COVID-19

Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung mit Vektor-Impfstoff gegen COVID-19

Impfreihenfolge und Impfstoffe

Mit Wirkung zur Kalenderwoche 20/2021 hat die Bayerische Landesregierung die Priorisierungsvorgaben für alle Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 in den Arztpraxen aufgehoben. Das Problem dabei ist die Verfügbarkeit der einzelnen Impfstoffe. Wir bekommen bisher nur sehr geringe Mengen geliefert. Wünsche wie „Ich möchte nur mit Impfstoff X oder Impfstoff Y geimpft werden“ können wir daher nicht berücksichtigen.

Absage von Terminen

Die Impfstoffe sind teilweise nur sehr kurz haltbar; wenn Sie einen Impftermin bei uns haben und ihn nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte rechtzeitig ab. So kann der Impfstoff jemand anderer/anderem zugute kommen.

Wenn Sie schon beim Impfzentrum registriert sind, aber dort noch keinen Impftermin bekommen haben und stattdessen einen Impftermin bei uns wahrnehmen, sagen Sie bitte im Impfzentrum ab. Umgekehrt genauso, versteht sich.

Wenn Sie schon einen festen Termin im Impfzentrum haben, nehmen Sie ihn bitte wahr und vereinbaren Sie keinen Zweittermin bei uns.

Zweitimpfung

Zweitimpfungen nach erfolgter Erstimpfung müssen unabhängig vom Impfstoff dort vorgenommen werden, wo die erste Impfung durchgeführt worden ist. Wenn Sie also die Erstimpfung im Impfzentrum erhalten haben, dürfen wir die zweite Impfung nicht bei uns in der Praxis durchführen, entsprechend umgekehrt.

FFP2-Maskenpflicht

Unser Team trägt im Praxisbetrieb schon lange FFP2-Masken, um Sie und uns vor Infektionen zu schützen.

Gemäß der Begründung der Verordnung zur Änderung der Elften Bayerischen
Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) vom 15.1.2021 besteht ab sofort auch für Patienten die Pflicht, in Arztpraxen eine FFP2-Maske zu tragen.

Ohne eine solche Schutzmaske dürfen wir Ihnen keinen Zutritt zu unseren Praxisräumen gestatten.

Die aktuelle Entwicklung der COVID-19-Pandemie bedroht uns alle. Masken schützen.

COVID und Grippe im Vergleich

Eine kurze Zusammenfassung einiger aktuelle Daten zum Coronavirus im Vergleich zu Grippe/Influenza

(sehr schön erklärt von Herrn Drosten im Podcast , ca. ab Minute 27 oder 28)

  • Bei Influenza stirbt im Durchschnitt jeder 2000. infizierte Patient (Infektionsterblichkeit 0.05 %) –
  • Bei Covid stirbt etwa jeder hundertste Infizierte (Infektionssterblichkeit 0,8 bis 1%).
  • Das bedeutet: es ist 16 bis 20 mal wahrscheinlicher an Covid als an Influenza zu sterben (ausgehend von einer saisonalen Grippe ohne Pandemiecharakter)

Ob man an Covid stirbt, hängt aber insgesamt überwiegend vom Alter ab: je jünger, desto weniger wahrscheinlich ist es, an der Infektion zu versterben.

Alter und Infektionssterblichkeit:

  • 35 bis 44 Jahre: das Risiko zu sterben ist so hoch wie bei Grippe
  • 45 bis 54: 0,2 % der Infizierten sterben (4x höhere Sterblichkeit als bei Grippe)
  • 55 bis 64: 0,7 % der Infizierten sterben (ca 10 bis 15 x so hohe Sterblichkeit im Vergleich zu Grippe)
  • 65 bis 74 Jahre : 2,2 % der Infizierten sterben . D. h.: auf 1 Grippetoten kommen 30 Covidtote
  • 75 bis 84 Jahre: 7,3 % der Infizierten sterben
  • über 85 Jahre: es stirbt fast jeder dritte Infizierte (ähnliche Sterblichkeit wie bei Pocken im Mittelalter)

Kurz gesagt: COVID-19 ist unverändert hochgefährlich. So zu tun, als ob wieder alles sei wie vor Corona funktioniert nicht. Jede/r muss jede/n schützen. Die wirksamsten Mittel sind nunmal Masken und Abstand.

Autor der Zusammenfassung: Dr. med. A. Milnik, Aschaffenburg

Masken mit Ventil sind sinnlos und riskant

Dass Gesichtsvisiere („Face-Shield“) als Infektionsschutz sinnlos und riskant sind, ist mittlerweile hinlänglich bekannt.

Das gilt aber ebenso für Mund-Nasen-Masken mit Ventil. Das Ventil erleichtert zwar das Atmen für den Träger, bietet aber keinerlei Schutz für Dritte. Genau das ist aber der primäre Sinn des Maskentragens:

https://twitter.com/dw_scitech/status/1302641710015614979/video/1

Wichtige Information zu COVID-19-Antikörper-Tests

Die derzeit verfügbaren Antikörpertests erlauben keine Aussage zu Immunität ggb. SARS-CoV-2-Viren.

Wichtig: ein positives Testergebnis ist in jedem Fall meldepflichtig und gilt als COVID-19-Verdachtsfall. Das Gesundheitsamt muss in diesen Fällen eine Quarantäne verhängen.

Wenn auf Wunsch dennoch Antikörpertests durchgeführt werden, dann muss das Blut auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht werden. IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.

Eine Testung ohne direkten Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik wird von der Krankenversicherung nicht übernommen.

Quelle: https://www.kbv.de/html/coronavirus.php

Handschuhe und Mundschutz dauerhaft tragen? Nicht gut

Viele Menschen tragen derzeit dauerhaft Mundschutz und Handschuhe.  Das ist beides nicht sinnvoll.

Thema Mundschutz: in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben, ebenso in den meisten Arztpraxen. Sinn ist es, die bei Ihrer eigenen Atmung entstehenden Tröpfchenwolken an der Ausbreitung zu hindern und so das Ansteckungsrisiko für andere Menschen zu minimieren.

Je feuchter der Mundschutz ist, desto schlechter ist die Wirkung, und je länger Sie den Mundschutz tragen, desto feuchter wird er, egal ob aus Stoff , Vlies oder Papier, egal ob MNS oder FFP-Maske. Deshalb sollte der Schutz nur dann getragen werden, wenn es tatsächlich Sinn macht. Auf der Straße, am Steuer im eigenen PKW oder auf dem Fahrrad ist das definitiv nicht sinnvoll und trägt lediglich zu der oben beschriebenen Verschlechterung der Wirkung bei.

Thema Handschuhe: Gummi-, Latex- oder  sonstige Einmalhandschuhe sind ausschließlich für Prozeduren gedacht, bei denen ein erhöhtes Kontaminationsrisiko mit Schadstoffen, hygienisch problematischen Substanzen oder potentiell infektiösen Stoffen besteht. Das betrifft in erster Linie medizinische und einige andere Berufe, aber keineswegs den Alltag. Die Handschuhe sind Einmalartikel, und das nicht ohne Grund. Das Material wird schnell porös und undicht, unter dem Handschuh bildet sich rasch ein feuchtes Biotop, in dem sich alle möglichen Keime rasend schnell vermehren. Sie wollen nicht wirklich wissen, was da alles auf Ihrer Haut unter dem Gummihandschuh kreucht und fleucht. Ohne gründliche Desinfektion vor und nach Anziehen der Handschuhe geht gar nichts, und während des Tragens richtet man eher Schaden an als Nutzen. Also lassen Sie es bitte bleiben.