{"id":363,"date":"2015-01-14T14:27:47","date_gmt":"2015-01-14T13:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.internist-ab.de\/?p=363"},"modified":"2015-01-14T21:37:36","modified_gmt":"2015-01-14T20:37:36","slug":"osteopathieverordnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.internist-ab.de\/?p=363","title":{"rendered":"Osteopathieverordnungen"},"content":{"rendered":"<p>Viele Krankenkassen \u00fcbernehmen die Kosten f\u00fcr Behandlungen durch &#8222;Osteopathen&#8220;, sofern ein Arzt die Notwendigkeit einer solchen Behandlung auf einer Privatverordnung attestiert. In letzter Zeit wird immer h\u00e4ufiger der Wunsch nach Ausstellung einer solchen Verordnung an uns herangetragen Das lehnen wir jedoch grunds\u00e4tzlich ab, und zwar aus mehreren Gr\u00fcnden:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Osteopathie&#8220; ist ein nicht klar definiertes paramedizinisches Vorgehen ohne naturwissenschaftliche Grundlage. <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/66809\/Wissenschaftliche-Bewertung-osteopathischer-Verfahren?src=search\" target=\"_blank\">Einen Beleg f\u00fcr Wirksamkeit gibt es nicht<\/a>. Wir halten die Osteopathie f\u00fcr ein nicht begr\u00fcndbares pseudomedizinisches Konzept. Die Tatsache, dass die Kassen Geld daf\u00fcr ausgeben, bedeutet nicht, dass das Verfahren medizinisch sinnvoll ist.<\/li>\n<li>Es gibt keine eindeutig geregelte Ausbildung zum &#8222;Osteopathen&#8220;. Es gibt sicherlich viele Behandler, die \u00fcber ausreichende medizinische Kenntnisse verf\u00fcgen, aber eine Garantie daf\u00fcr gibt es nicht. Wenn wir etwas verordnen, m\u00fcssen wir auch f\u00fcr die Ergebnisse und Risiken geradestehen. Unter den genannten Bedingungen k\u00f6nnen wir das nicht.<\/li>\n<li>Die &#8222;Osteopathie&#8220; ist nicht im <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sgb_5\/__12.html\" target=\"_blank\">Leistungskatalog des Sozialgesetzbuches<\/a> enthalten. Selbst private Krankenversicherungen bezahlen solche Verfahren nicht. Viele gesetzlichen Krankenkassen machen mit der \u00dcbernahme der Kosten unlautere Werbung auf Kosten der Allgemeinheit. Auf der einen Seite werden viele medizinisch definitiv sinnvolle und notwendige Leistungen nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung \u00fcbernommen, auf der anderen Seite werden hier zu Werbezwecken Millionenbetr\u00e4ge ohne jeden medizinischen Sinn und Zweck f\u00fcr \u00e4usserst fragw\u00fcrdige Massnahmen verpulvert. Die<a href=\"http:\/\/www.osteokompass.de\/de-patienteninfo-krankenkassen.html\" target=\"_blank\"> jeweiligen Kassen<\/a> \u00fcbernehmen bis zu 360 Euro pro Patient &#8211; daf\u00fcr muss Sie Ihr Arzt drei (3 !) jahre lang behandeln.<\/li>\n<li>Es gibt noch einen weiteren Grund, der nicht unerw\u00e4hnt bleiben darf:\u00a0 osteopathische Verfahren als medizinisch nicht begr\u00fcndbares Vorgehen unterliegen grunds\u00e4tzlich der Umsatzsteuerpflicht &#8211; es sei denn, der Kunde weist eine privat\u00e4rztliche Verordnung f\u00fcr <em>medizinisch notwendige<\/em> Behandlungen vor. Da die Osteopathieverordnung aber medizinisch niemals handfest begr\u00fcndbar ist, bedingt die Ausstellung einer solchen Verordnung eine Umgehung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Umsatzsteuer. Somit begeht der ausstellende Arzt Beihilfe zur Steuerhinterziehung, die gravierende juristische Folgen haben kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Zusammenschau aller genannten Fakten bitten wir Sie daher, von dem Wunsch nach Ausstellung einer solchen Verordnung abzusehen &#8211; bei uns und auch anderswo.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Krankenkassen \u00fcbernehmen die Kosten f\u00fcr Behandlungen durch &#8222;Osteopathen&#8220;, sofern ein Arzt die Notwendigkeit einer solchen Behandlung auf einer Privatverordnung attestiert. 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